Die Stadt und das Geld

Die beginnende Bautätigkeit an der Linachtalsperre fiel genau in das Inflationsjahr 1923. Die Stadtgemeinde Vöhrenbach gab eigenes Notgeld heraus, welches auf der Rückseite bei fast allen Werten mit der noch im Entstehen begriffenen Staumauer versehen wurde. Exemplarisch ist hier der Geldschein mit dem Wert von 10 Milliarden Mark abgebildet.
Die Grafiken waren vom Gewerbelehrer Beck angefertigt worden.



Gestaut soll werden die Wasserflut

Um die Bauarbeiten trotz galoppierender Inflation wenigstens zum Teil aufrecht erhalten zu können, musste die Stadt Vöhrenbach Kredite aufnehmen. Dazu wurde auch der Vöhrenbacher Stadtwald per Schuldverschreibung in Holzanleihen verkauft.
Die Abbildung zeigt die Vorderseite der Vöhrenbacher Schuldverschreibung, die ebenfalls grafisch durch Lehrer Beck gestaltet wurde.
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Die „Mündelsichere und wertbeständige Holzanleihe“ hatte sechs Jahreszinsscheine anhängen, die über kommenden sechs Jahre hinweg jeweils am 1. November eingelöst werden konnten. Bis 1929 sollte alles „heimgezahlt“ sein.